PALÁCIO DA DITADURA

Das Palácio da Ditadura ist ein spektakuläres Beispiel für eine portugiesische Residenz. In ihm befindet sich ein rechteckiger, vier Stockwerke hoher Lichthof, welcher durch aufwändige, goldene Verputzarbeiten und Formteile an seinen Wänden und der Decke geschmückt ist. Vier Balkone im dritten Stock blicken auf die Halle. Zudem zieren zwei hohe antike Spiegel den ersten Stock, welche von Alter und Staub getrübt sind.

Das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaute Gebäude ist von außen unauffällig. Portugal war zu dieser Zeit ein wohlhabendes Land, das vom brasilianischen Goldfluss in die Hauptstadt gespeist wurde. Es lebte einst ein wohlhabender und erfolgreicher Professor für Medizin im Palacio di ditadura und in den 1920er Jahren erwarb der portugiesische Staat dieses Gebäude. Berichten zufolge hat der Staat dann in den 1930er Jahren einige geringfügige Änderungen vorgenommen. 

Mitte der 2000er Jahre kaufte eine Immobilienfirma den Diktaturpalast. Das Unternehmen zahlte rund 20 Millionen Euro für das Gebäude. Sie hatten Pläne den Palast zu renovieren und entweder in exklusive Wohnungen oder in ein Luxushotel zu verwandeln. Die Stadt bewilligte diese Pläne umso unverständlicher ist es warum diese Firma nie mit den Umbauarbeiten begonnen hat.

Ein Jahr später kaufte eine andere Immobiliengruppe das Grundstück. Selbst mit der vorliegenden Baufreigabe begannen keine Arbeiten auf dem Gelände. Rund 6 Jahre später meldete diese Immobiliengruppe Insolvenz an. Ein amerikanischer Gläubiger kaufte das Schulden- und Immobilienportfolio.

In dieser Zeit wurde das Gebäude von Aktivisten besetzt. Sie waren wütend über die mangelnden Maßnahmen zur Erhaltung dieses historischen Gebäudes. Sie kämpften für die Renovierung, aber die neuen Eigentümer waren dafür nicht empfänglich. Anstatt ihre Anrufe zu beantworten, riefen sie die Polizei an, um sie zu vertreiben. Das Gebäude steht seitdem leer und wartet vergeblich auf eine Nutzung oder Restauration.